Erfahren Sie mehr

Projekte

Wasserheitsplan Techelsberg

Versorgungssicherheit ist planbar!


Der Wassersicherheitsplan (WSP) sorgt für mehr Systemverständnis, um Gefährdungen und Maßnahmen zu deren Beherrschung zu erkennen. Kleinere Wasserversorger erhalten mit dem Wassersicherheitsplan Expertenwissen in kompakter Form. Praxisorientierte Arbeitshilfen und Vorlagen schaffen Rechtssicherheit im täglichen Betrieb.

Die gesetzlichen Verpflichtungen zur Selbstkontrolle sind in Österreich auf einem hohen Niveau. Seit Jahrzehnten bilden Wasserrechtsgesetz (WRG), Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz (LMSVG) und die Trinkwasserverordnung (TWV) die Basis für Planung, Bau und Betrieb von Wasserversorgungsanlagen.

Für mikrobiologische und chemische Verunreinigungen werden strenge Grenzwerte beim Endverbraucher vorgeschrieben. Die "Endproduktkontrolle" eignet sich jedoch nur sehr bedingt zur Frühwarnung, denn das Wasser ist bereits getrunken, wenn die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen.

Der Wassersicherheitsplan (WSP - "Water Safety Plan") ist ein zuverlässiges Planungsinstrument, um hygienische und betriebliche Risiken zu reduzieren.


Das Pilotprojekt Techelsberg am Wörthersee:

  • rd. 2.070 Einwohner
  • rd. 65 km Hauptleitungen bis DN200
  • 859 Wasserabnahmestellen
  • 7 Hochbehälter mit insgesamt 1.670 m3 Nutzinhalt
  • 1 Vertikalfilterbrunnen und Netzeinspeisungen aus den Gemeinden Velden am Wörthersee und Pörtschach am Wörthersee
  • 9 Pumpstationen und Druckerhöhungsanlagen
  • rd. 155.000 m3 jährliche Wasserabgabe

 

 

 

 

 

 

 

Zuerst werden Organisation, Funktionsbeschreibungen und die Funktions-, bzw. Geschäftsverteilung genau definiert und schriftlich festgehalten. Ziel ist eine klare Strukturierung der Befugnisse.

 

 

 

 

Die weitere Datenerhebung erfolgt auf Basis der Stammdatenblätter zur Wasserversorgung. In einem detaillierten Anlagenschema wird das Funktionsprinzip im Detail erfasst.

 

Herzstück des Wassersicherheitsplans ist eine detaillierte Gefahrenanalyse. Dabei bedient man sich der Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse. Durch Bewertung von Eintritts- und Entdeckungswahrscheinlichkeit, sowie Auswirkung auf das Trinkwasser können kritische Punkte identifiziert werden. Auch die betriebliche Organisation wird dabei überprüft.

 

 

 

 

 

Sind die kritischen Punkte im Versorgungssystem identifiziert, werden die Maßnahmen zur Gefahrenbeseitigung ermittelt. Dabei sind sowohl die Verantwortlichen, als auch die Termine zu fixieren. In einem Maßnahmenplan erfolgt die Prioritätenreihung nach dem Risikopotential. Die nur begrenzt zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel des Wasserversorgers können auf diese Weise, besonders zielorientiert, zur Erhaltung der Systemsicherheit eingesetzt werden.

 

Die Durchführung der systematischen Gefahrenbeseitigung wird ebenfalls im Wassersicherheitsplan dokumentiert.

Detaillierte Arbeitsanweisungen in Form von Instandhaltungs-, Lenkungspunkt- und betriebsinternen Anweisungen werden ausgearbeitet. Diese ermöglichen eine genaue Planung und Festlegung der entscheidenden Prozessabläufe und dienen auch als Einweisungs- und Unterweisungsgrundlage.

 

Musterbriefe in Form von Wordvorlagen ermöglichen bei Störung der Wasserversorgung eine rasche Information der Kunden und so eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit als Dienst am Wasserkunden.

Auf einem Infoblatt finden Sie die Zusammenfassung zum Pilotprojekt "Wassersicherheitsplan nach ÖVGW-Richtlinie W 88".

Gerne übermittle ich Ihnen auch die detaillierte Projektpräsentation! Rufen Sie mich an, oder senden Sie mir bitte ein Mail unter Angabe Ihrer Postanschrift.